Überlassung

 

Die Hanseatische Sachgut überlässt ihre mobilen Wirtschaftsgüter meist durch ein sogenenntes Operating-Leasing. Bei dieser Form der Überlassung handelt es sich im Wesentlichen um einen längerfristigen Mietvertrag, z.B. für ein Nutzfahrzeug, eine Maschine aber auch für Möbel, ein Schiff oder eine Küche. Das heißt der Kunden / Leasingnehmer zahlt eine monatliche Leasingrate, die sich dann als Kosten bzw. Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung wiederfindet - und bekommt dafür einen Vermögensgegenstand zur Nutzung bereitgestellt.

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Der Vorteil für den Kunden / Leasingnehmer: Steuerlich kann der Aufwand beim Operating-Leasing auf Grund des reinen Mietcharakters sofort voll in Ansatz gebracht werden. Im Gegensatz ist beim Finanzierungsleasing und beim Kauf, der Tilgungsanteil unabhängig von der tatsächlichen Laufzeit bzw. Nutzung in der Regel zwangsweise auf 8 Jahre zu verteilen.

Außerdem gibt es keine Einflüsse auf die Bilanz. Das heißt es wird weder der Vermögenswert noch die entsprechende Verpflichtung in der Bilanz berücksichtigt. Dies wird im Fachjargon auch als bilanzneutral bzw. off-balance bezeichnet

 
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Operatives Leasing vs. Finanzierungsleasing

Es gibt auf Basis der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS und US GAAP zwei verschiedene Arten, um einen Leasingvertrag zu klassifizieren:

- Operatives Leasing bzw. Operating-Leasing
- Finanzierungsleasing

Beim operativen Leasing wird wie gesagt nur die Leasingrate als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) berücksichtigt.

Beim Finanzierungsleasing wird der Vermögenswert i.W. so behandelt, als würde er dem Unternehmen selbst gehören. Der Vermögenswert erscheint also in der Bilanz als über Fremdkapital finanzierter Vermögenswert (mit allen Auswirkungen auf die typischen Finanzkennzahlen wie Gearing, Eigenkapitalquote etc.). Über die Abschreibung des Vermögenswertes sowie die (virtuelle) Zinszahlung auf das Fremdkapital besteht außerdem ein Einfluss auf die Gu

IASB

Unternehmen haben in vielen Fällen einen Anreiz, ihre Leasingverträge so zu strukturieren, dass die Verträge als operatives Leasing gelten, damit die Stabilitätskennzahlen besser aussehen, was direkte Auswirkungen auf zB. das Kreditrating, die Höhe der Fremdkapitalzinsen etc. hat. Dies wird durch eine Analyse des International Accounting Standards Board (IASB) bestätigt, nach der ca. 50% der Firmen, die nach IFRS oder US GAAP reporten, solche Off-Balance Sheet Verpflichtungen nutzen.